20. BBB-Delegiertentag

Habermann: Zukunftsarbeit fortsetzen!

Ministerpräsident beim Delegiertentag

 

Herausforderungen im Blick, die Zukunft im Auge – das zeichne den öffentlichen Dienst in Bayern ebenso wie die Arbeit des Bayerischen Beamtenbundes (BBB) aus, betonte BBB-Chef Rolf Habermann heute in Unterschleißheim gegenüber Ministerpräsident Horst Seehofer, der beim 20. BBB-Delegiertentag der Festredner war. Er freue sich auf die Fortsetzung der konstruktiven Zusammenarbeit und verlangte gleichzeitig sich von überholten Stellenstreichungen zu verabschieden.

 

„Für Menschen. Mit Ideen.“ sei nicht nur das Motto unter dem der diesjährige Delegiertentag stehe, bei dem Habermann gestern von den rund 550 Delegierten in seinem Amt als Vorsitzender bestätigt wurde. Dies betrachte er auch als Auftrag. Für die Arbeit seines Verbandes, wie auch für den öffentlichen Dienst insgesamt.

 

Wir wollen eine Arbeitswelt schaffen, mit der die Beschäftigten sich identifizieren können. Wir wollen Stress und Überlastung vermeiden und flexible Strukturen schaffen, damit wir Beruf und Privatleben jederzeit in Einklang bringen können.“, betonte Habermann. Dabei ziele man auch auf eine flexiblere Altersgrenze für den Eintritt in den Ruhestand ab. Wenn das Gesamtpaket stimme, bleibe der öffentliche Dienst auch für die Besten unter den Nachwuchskräften attraktiv, obwohl die finanziellen Möglichkeiten mit vielen Bereichen der freien Wirtschaft kaum zu vergleichen seien.

 

„Dazu brauchen wir auch eine angemessene Personalausstattung“, verlangt der BBB-Chef. Der „unglückselige“ Paragraph 6b des Haushaltsgesetzes müsse endlich beseitigt werden. Dort sind die Stellenstreichungen der Verwaltungsreform 2005 verankert. „Diese Zahlen sind längst überholt und müssen überprüft werden“, fordert Habermann. Seit 1993 wurden ca. 15. 000 Stellen eingespart – ohne gleichzeitigen Aufgabenabbau. „Das macht keinen Sinn!“.

 

Foto: Andreas Gebert

Berichterstattung in der BR Rundschau (2:47 bis 4:20)