Mai/Juni 2017

Bundestagswahl 2017 – Die Richtung vorgeben!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

 

während Sie diese Ausgabe zur Hand nehmen, ist die Einkommensrunde 2017 endlich auch für die Beamtinnen und Beamten des Freistaats, und damit vollständig umgesetzt. Inzwischen dürften Ihnen (werden aber spätestens in Kürze) die letzten Zahlungen aus der aktuellen Besoldungsrunde zugegangen sein, die Nachzahlung des sogenannten Bayern-Bonus und der Tabellennachbesserungen. Mit dem Zahltag August, also der Besoldungsabrechnung Ende Juli, wurden die Beträge den Konten gutgeschrieben. Mein spezieller Dank gilt allen Beteiligten, die für diesen unglaublich reibungslosen Ablauf gesorgt haben.

 

Ich bin überzeugt, dass der öffentliche Dienst, der speziell in Bayern herausragende Arbeit leistet, es verdient hat, in dieser Form an der allgemeinen Entwicklung der Einkommen teilzunehmen. Aber ich möchte das auch zum Anlass nehmen, um daran zu erinnern, dass diese Anpassung mit Blick auf die deutschlandweiten politischen Vorgaben nicht als Selbstläufer betrachtet werden sollte. Bayern hat, mit seiner fraktionsübergreifenden und umfassenden Zustimmung zum Besoldungsanpassungsgesetz bundesweite Maßstäbe gesetzt. Ein Blick über die Landesgrenze zeigt: Vielfach findet die Anpassung nur in reduzierter, oder zeitlich verzögerter Form statt. Hier hingegen darf der öffentliche Dienst ohne Wenn und Aber auf die vollumfängliche Unterstützung aller politischen Lager vertrauen. Wir sollten uns stets bewusst machen, dass uns das eine Grundlage für unser Berufsleben bietet, von der Beschäftigte in anderen Bundesländern nur träumen können.

 

Das hat sich zuletzt auch angesichts der belastenden Dienste in Hamburg gezeigt, die bayerische Polizistinnen und Polizisten beim G20-Gipfel zu leisten hatten. Zahlreiche Kolleginnen und Kollegen wurden verletzt. Aber auch für diejenigen, die körperlich unversehrt ihren Dienst verrichten konnten, war der Einsatz weit mehr als nur eine schlichte Herausforderung. Innenminister Herrmann hat seiner Anerkennung und der des gesamten Kabinetts nicht nur durch Worte Ausdruck verliehen. Im Rahmen der bestehenden Vorschriften hat er für bestmöglichen Ausgleich gesorgt. Sei es durch Zeitgutschriften, Dienstbefreiung oder unter Fürsorgeaspekten. Ein weiterer Baustein im bayerischen Miteinander zwischen Beschäftigten und Dienstherren! Selbstverständlich wird auch der BBB einspringen, wo Unterstützung benötigt wird. Da haben Sie mein Wort!

 

Bevor auch Sie, liebe Kolleginnen und Kollegen, sich mit Ihren Familien - ebenso wie das politische Geschehen – in die wohlverdiente Sommerpause verabschieden, bietet Ihnen unsere aktuelle Ausgabe der BBB-Nachrichten bereits einen Ausblick auf den Herbst. Es wird gewählt! Die Bundestagswahlen 2017 legen den Grundstein für das politische Geschehen in Bund und Ländern in den kommenden fünf Jahren.

 

Ich bin kein Freund der sich in den vergangenen Jahren zunehmend breit machenden Wahlmüdigkeit. Ich halte es für wichtig, seinen (politischen) Willen kundzutun; den eigenen Überzeugungen zum Durchbruch zu verhelfen; sie zunächst überhaupt für sich selbst zu entwickeln und anschließend für sie einzustehen! Ein „laisser-faire“ kann es in der Politik nicht geben. Bei den Wahlen geben wir – das Volk, die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes – die Richtung vor, die unser Land einschlagen soll. Das ist von fundamentaler Bedeutung! Nehmen Sie diese Chance wahr! Wir tragen die Verantwortung für die Zukunft unseres Landes, und als Beschäftigte für die Zukunft des öffentlichen Dienstes. Gehen Sie zur Wahl! Sagen Sie, wo es lang gehen soll!

Aber bis dahin wünsche ich Ihnen eine erholsame und entspannte Sommerzeit, die Ihnen hoffentlich allerbestes Wetter, wenige Stunden im Stau und angenehme Urlaubszeiten beschert!

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Rolf Habermann

Vorsitzender

Porträt Rolf Habermann

BBB-Vorsitzender

Rolf Habermann