März/April 2016

MIT EINSATZ UND SOLIDARITÄT!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,


erneut stehen wir ohnmächtig den menschenverachtenden Gewalttaten gegenüber, die unschuldige Menschen auf der ganzen Welt in den Tod gerissen oder verletzt haben. Ihnen, ihren Angehörigen, den Menschen in Brüssel, aber auch an allen anderen Orten der Welt, an denen der Terror Angst und Schrecken verbreitet, gilt unser tiefes Mitgefühl. Wir dürfen nicht zulassen, dass die Angriffe, die mit der belgischen Hauptstadt das Herz Europas ins Visier genommen haben, es schaff en, unser aller Leben durch Verunsicherung und Furcht zu bestimmen. Dem stellen wir uns mit großer Solidarität entgegen!

 

Das verlangt großen Einsatz von jedem einzelnen, aber natürlich auch vom öffent lichen Dienst. Er – und an vorderster Stelle die Sicherheitsbehörden – liefern die Grundlage dafür, dass Bürgerinnen und Bürger in unserem Land das Gefühl der Sicherheit nicht verloren haben. Diesem Anspruch wollen wir auch in Zukunft gerecht werden. Gemeinsam! Auf allen Ebenen! In allen Bereichen!

 

Dass dazu auch der Freistaat Bayern steht, das haben Staatsregierung und Landtag einmütig mit den notwendigen Stellenausstattungen deutlich gemacht. Nicht zuletzt angesichts der großen Herausforderungen zeigt sich, wie wichtig ein leistungsstarker, funktionierender und für alle Eventualitäten gut gerüsteter öffentlicher Dienst ist. Der Schlüssel hierzu liegt häufig in den viel kleineren, manchmal alltäglichen Herausforderungen. Das beginnt schon bei der Gewinnung des Nachwuchses, oder der Gestaltung der Arbeitsbedingungen. Der öff entliche Dienst steht vor der schwierigen Aufgabe, möglichst die

besten Köpfe des Landes für seine Sache verpflichten und dauerhaft binden zu wollen, ohne gleichzeitig den finanziellen Vorgaben, die im Rahmen des Staatshaushalts einzuhalten sind, außer Acht lassen zu können. Gleichzeitig muss er in allen Bereichen, in denen er als Arbeitgeber, Dienstherr, Unternehmer oder Geschäftspartner tätig wird, seiner Vorbildfunktion gerecht werden und möglichst auch als Motor gewünschter gesellschaftlicher

Entwicklungen fungieren.

 

Wie breit dieses Spektrum ist, zeigt auch die aktuelle Ausgabe der BBB Nachrichten. Die Beschäft igungsbedingungen, die u. a. den Grad der Attraktivität des Arbeitsplatzes ausmachen können, oder/und einen beispielhaften Weg im Sinne der Vorbildfunktion des Staates beschreiten, können aus den verschiedensten Blickwinkeln angegangen werden. Die besondere Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist hier nur ein Bereich. Die Vermeidung von Stress am Arbeitsplatz oder anderen gesundheitsgefährdenden Einfl üssen, wie im Fokus näher betrachtet, ein anderer. Nicht zuletzt gehört hierhin auch die Förderung gleichberechtigter Aufstiegschancen von Frauen und Männern. Dass hier schon seit dem Inkraft treten des bayerischen Gleichstellungsgesetzes vor 20 Jahren schon viel geschafft wurde, aber immer noch viel zu tun bleibt, zeigt der aktuelle Gleichstellungsbericht. Hier haben sich die Schwerpunkte verlagert. Nicht die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist die eigentliche Hürde, sondern die Vereinbarkeit von Elternschaft und beruflichem Aufstieg.

 

Wenn Ende des Monats unser BBB-Delegiertentag ansteht, wird dieses höchste Gremium unseres Verbandes auch die Weichen der weiteren politischen Arbeit stellen. Ich freue mich auf spannende Diskussionen, mit offenem Blick für die Zukunft , Mut alle anstehenden Herausforderungen anzugehen und Visionen, die den bayerischen öffentlichen Dienst noch besser machen, als er ohnehin schon ist.

 

In diesem Sinne verbleibe ich

mit den besten Grüßen

 

Rolf Habermann

Vorsitzender Bayerischer Beamtenbund e.V.

Porträt Rolf Habermann

BBB-Vorsitzender

Rolf Habermann