Für die Jahre 2011 und 2012 gilt für alle Beschäftigten ein Urlaubsanspruch von 30 Tagen

Aufgrund der Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts vom 20. März 2012 (Az.: 9 AZR 529/10), nach der die nach Alter gestaffelte Dauer des Erholungsurlaubs einen Verstoß gegen das Verbot der Altersdiskriminierung darstellt, mussten – so auch die Forderung des BBB – Arbeitgeber und Dienstherrn im öffentlichen Dienst reagieren. 

 

Am 18. Juli 2012 hat die Mitgliederversammlung der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) beschlossen, den Beschäftigten für die Jahre 2011 und 2012 einen übertariflichen Urlaubsanspruch von 30 Tagen unabhängig vom Lebensalter einzuräumen. Im Sinne der angestrebten zeitnahen Gleichbehandlung der Beschäftigten des Freistaats Bayern soll dieser Beschluss – im Vorgriff auf eine künftige Neuregelung der Urlaubsverordnung – auch auf Beamte übertragen werden. Mit der Umsetzung ist in beiden Bereichen im September 2012 zu rechnen.

 

Um eventuelle Nachteile für die Beschäftigten zu vermeiden, wurde die Einbringungsfrist für den aus der Rechtsprechung resultierenden Mehrurlaub bis 31. Dezember 2012 verlängert.

 

Die Ausgestaltung der tariflichen Urlaubsregelung ab dem Jahr 2013 bleibt den Tarifverhandlungen zu Beginn des Jahres 2013 vorbehalten.